Informationen für Fachkräfte

Einzelpersonen oder Familien zu unterstützen, Benachteiligung und Ausgrenzung entgegen zu wirken stellen im Sozial- und Gesundheitswesen wichtige Arbeitsinhalte dar.

Familien, in denen ein Elternteil psychisch erkrankt ist, sind oftmals von Benachteiligung und Ausgrenzung betroffen und benötigen Unterstützung von Außen.

So zeigen verschiedene Statistiken:
Menschen mit psychischen Erkrankungen haben im Durchschnitt genauso häufig Kinder, wie gesunde, bzw. psychisch weniger belastete Menschen. Eine genaue Schätzung der in Deutschland lebenden Kinder psychisch kranker Eltern abzugeben, ist jedoch schwierig. Mattejat (2008) geht davon aus, dass in „Deutschland etwa drei Millionen Kinder im Verlauf eines Jahres einen Elternteil mit einer psychischen Störung erleben.“ (Quelle 1).

Dabei besteht bei den Kindern immer ein Risiko, selbst eine psychische Erkrankung auszubilden.
Aus Unwissenheit, Angst oder Scham werden die Probleme in der Familie oftmals nicht thematisiert oder gar verleugnet, so dass die Kinder mit ihren Sorgen und Nöten, aber auch mit ihren vielen Fragen alleine dastehen. Kinder von Eltern mit einer psychischen Erkrankung benötigen daher auch weitere Vertrauenspersonen außerhalb des familiären Gefüges, auf die sie sich verlassen oder denen sie sich anvertrauen können.

Fachkräfte der verschiedenen Bereiche oder auch Nachbarn, Freunde und Bekannte können diese Rolle übernehmen. Sie können das Tabuthema „psychische Erkrankung“ ansprechen. Wenn das Kind nicht reden möchte, reicht es oft aus, als AnsprechpartnerIn bereit zu stehen.

Veränderungen im Verhalten des Kindes wahrzunehmen, dem Kind Rückhalt und eine vertrauensvolle Basis in Krisensituationen zu bieten, kann durch Fachkräfte, Lehrer, Nachbarn, Freunde und Bekannte geschehen. Wichtig dabei ist, die Eltern nicht außen vor zu lassen, sie mit einzubeziehen.

Veränderungen im Verhalten des Kindes wahrzunehmen, dem Kind Rückhalt und eine vertrauensvolle Basis in Krisensituationen zu bieten, kann durch Fachkräfte, Lehrer, Nachbarn, Freunde und Bekannte geschehen. Wichtig dabei ist, die Eltern nicht außen vor zu lassen, sie mit einzubeziehen.

Eltern mit psychischen Erkrankungen und ihre Kinder benötigen verlässliche Vertrauenspersonen, die in akuten Phasen unterstützen können (z.B. bei stationären Aufenthalten). Eltern erfahren diese Unterstützung oft als Erleichterung, da sie ihre Kinder gut versorgt wissen. Das erleichtert oftmals eine Therapie. (Quelle 2).

 

Hier finden Sie einen Überblick zu allen an der Kooperation beteiligten Einrichtungen des Netzwerks KipE und ihrer Ansprechpartner in Mülheim an der Ruhr.

 

 

Quellenhinweise
1 Mattejat, F. (2008). Kinder mit psychisch kranken Eltern. Was wir wissen und was zu tun ist.
2 Familien-Selbsthilfe Psychiatrie (BApK e.V.) (n.d.),
Hallo! Psychisch krank? Meine Eltern sind es…, Flyer als Download verfügbar unter: http://www.psychiatrie.de/bapk/kipsy/flyer/