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Gutes Mittagessen in der Grundschule

kuechenzertifikat2017














Erfolgreiche Zertifizierung der Offenen Ganztagsschulen des Trägers Caritas Mülheim

Caritas Mülheim verbessert systematisch die Verpflegung an 12 betreuten Einrichtungen, um sie auf ein einheitliches höheres Niveau anzuheben. Dazu hat der Trägerverein das Institut für Gesundheitsförderung im Bildungsbereich e.V. (IfGB) Dortmund beauftragt, die Mitarbeiter/innen ihrer Offenen Ganztagsgrundschulen (OGS) zu schulen und die Speisequalität und Hygiene der Verpflegung zu zertifizieren. Die Zertifizierung wurde jetzt erfolgreich abgeschlossen.

Das Institut für Gesundheitsförderung im Bildungsbereich e.V. (IfGB) setzt das Qualifizierungskonzept um, das an der TU Dortmund in der Professur für Gesundheitsförderung und Verbraucherbildung entwickelt wurde. In den letzten Jahren wurden in NRW insgesamt 300 OGS zertifiziert und 550 MitarbeiterInnen geschult. Die Qualität der Schulverpflegung wird durch die MitarbeiterInnen bestimmt: Dafür stellt die Schulung in 3 halbtägigen Seminaren die Basis dar. Durch die Zertifizierung werden die Anforderungen an die Speisequalität und Hygiene klar formuliert, die Einhaltung wird durch externe Fachkräfte vor Ort überprüft. Die Anerkennung für die Erfüllung der Anforderungen wird durch das Zertifikat ausgesprochen. Mängel, die eine Zertifizierung verhindern, liegen häufig im Personalwechsel, baulichen Mängeln (die Küche wird von den Kommunen gestellt, die in NRW häufig kaum finanzielle Möglichkeiten für Nachbesserungen haben) oder in einer Führungsschwäche.

Die Anforderungen für die Zertifizierung umfassen die Qualitätsstandards der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung). Keine andere Institution kann eine so hohe Zahl von Schulungen und Zertifizierungen nachweisen wie das IfGB.
Die wünschenswerten Anforderungen zur Speisequalität können noch nicht voll erfüllt werden, da als Preis für das schulische Mittagessen nur ca. 3 € akzeptiert werden. Um eine höhere Speisequalität anzubieten, ist eine höhere staatliche Förderung erforderlich. Gutes Lernen ist aber auch immer an gute Ernährung gekoppelt. Gerade Kinder aus sozial schwachen Familien können durch Sachleistungen, d.h. kostenlose Schulspeisung, am besten unterstützt werden.
Auch die hygienischen Anforderungen können in einigen Aspekten nur schwierig erfüllt werden. Die schulischen Einrichtungen sind baulich häufig nicht für Ganztagsschulen mit 50 % Teilnahme der Kinder geplant worden. Für die notwendigen Nachbesserungen fehlt den Kommunen aber das Geld. Nur durch das hohe Engagement aller Beteiligten werden aber immer wieder situationsgerechte Lösungen gefunden. Insgesamt tragen die Qualifizierung und das hohe Engagement der MitarbeiterInnen vor Ort dazu bei, dass den Kindern im OGS ein qualitativ gutes und hygienisch einwandfreies Essen angeboten wird.
Das Angebot der OGS ist gut und findet bei den Eltern hohe Akzeptanz: Die geplante Bereitstellung von Plätzen in den OGS ist inzwischen bei weiten nicht mehr ausreichend. In einigen Schulen wollen bereits weit über 50 % der Eltern ihre Kinder in der OGS anmelden.